Die Wiener Kleingärten – Entwicklungsbeispiel für den zukünftigen „WestkreuzPark!“ ?

Wohnen im Grünen? Vom Schrebergarten mit Datsche zur Gartenvilla?

Die Wiener Kleingärten im Wandel.
Warum die Häuser immer größer und die Gärten immer kleiner werden.

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Kleingärten sind seit über 100 Jahren ein fester Bestandteil von Wien. Ursprünglich entstanden aus den schlechten Wohnbedingungen der damaligen Großstadt nahmen Wiener Kleingärten später eine Versorgungs- und schlussendlich eine Erholungs- und die Hobbyfunktion ein. Heute gibt es in der Stadt über 25.000 Kleingärtner:innen, die in knapp 250 Vereinen organisiert sind.
Heute interessieren sich immer mehr Menschen dafür, vor allem junge Familien, die Wartelisten für freie Parzellen sind lang. Gleichzeitig sind die steigenden Mieten ein Grund für die Nachfrage nach Parzellen, in denen ganzjähriges Wohnen erlaubt ist. Die Ermöglichung des Eigentumserwerbs in den 1990ern veränderte auch die soziale Struktur. In diesem Kontext wurde das Kleingartenhaus mancherorts zum designten Prestigeobjekt. Die Häuser werden größer, die Gärten kleiner. Die Areale gleichen heute teilweise Stadtrandsiedlungen.
Was hat es damit auf sich, was ist die Entstehungsgeschichte der Wiener Kleingärten und wie verändern sie sich? Um diese Fragen zu beantworten spricht Radio dérive mit Peter Autengruber, Historiker und Autor des Buches ‘Die Wiener Kleingärten’, Ariadne, deren Oma einen Kleingarten hatte, und mit der Initiative FRISCH, die sich für mehr öffentliche Freiräume auf der Schmelz einsetzt. Dort gibt es unter anderem die größte Kleingartenanlage im verbauten Stadtgebiet.
 
Mehr Informationen:
Peter Autengruber: Die Wiener Kleingärten. Von den Anfängen zur Gegenwart. Pormedia Druck Verlagsgesellschaft m.b.H, Wien, 2018.
Zentralverband der Kleingartenvereine: https://www.kleingaertner.at
Freirauminitiative FRISCH: https://www.freiraum-schmelz.at
Hitzekarte Wien: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/energie/hitzekarte.html
Maja Lorbek: Kleingärten in der Stadt. dérive N° 67, 2017.
Diplomarbeit von Carola Hesse ‘Zukunft auf de Schmelz: Ein Freiraum für alle?’, 2015, online
Musik:
Ob’n am Laaerberg – Kurt Sinowitz
Gartenlied – Grips Theater
 
Sendungsgestaltung und -verantwortung: Katharina Egg
Weitere Mitarbeit: Lene Benz, Greta Egle, Sandra Voser
Signation: Bernhard Gal
Erstausstrahlung: Dienstag, 28. Juni 2022 14:00 auf Orange 94.0 (Wien) oder als Livestream
 
Sendung unbeschränkt nachhören: CBA-Radio derive Archiv
Juli 2, 2022

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