„Züge in das Leben – Züge in den Tod“ – auf der Stadtbahn durch Charlottenburg am Westkreuz vorbei nach Großbritannien

in  unser Wohnhaus

Leonhardtstr. 6 – GH 2.Stock links

„zog Max Nachemstein mit seiner Frau Clara im Juni 1916 nach Berlin, wo am 21. August 1917 ihr Sohn Hans-Siegmar geboren wurde. Vier Jahre später, am 5. Januar 1921, folgte ihr zweites Kind Marion. Den Firmensitz seines Unternehmens verlegte Max Nachemstein nach Berlin-Charlottenburg.“

„Nur die Kinder von Max und Clara Nachemstein konnten sich durch ihre Emigration retten; sie gründeten in England neue Familien. Hans-Siegmar Nachemstein heiratete 1940 in Willesden im Nordwesten von London Eileen Miller. Seine Schwester Marion ein Jahr nach Kriegsende Eric C. L. Malzard in Cardiff in Wales.“

wo sind sie verladen worden: Betriebsbahnhöfe Charlottenburg/Grunewald ?

wir werden es wohl nie erfahren

„Die Familie Nachemstein wohnte zuletzt in einer zweistöckigen Drei-Zimmer-Wohnung in der Leonhardtstraße 6 in Berlin-Charlottenburg. Am 14. November 1941 wurde das Ehepaar nach Minsk deportiert, wo Max Nachemstein wie auch seine Frau Clara bereits einen Monat nach der Ankunft ums Leben kamen. Ob Mord, Hunger, Kälte oder Krankheit die Todesursache waren, bleibt ungewiss.“

 

Wie die Kindertransporte tausende Leben retteten

Mehr als 15.500 jüdische Mädchen und Jungen wurden aus Nazi-Deutschland allein auf die Kindertransporte geschickt. Am heutigen Donnerstag jährt sich der Beginn der Aktionen.

„Kindertransport – was für ein neutral klingender Begriff für eine die ganze Welt umspannende Hilfsaktion. Der erste Transport erfolgte am 30. November 1938 von Berlin aus, aber mit Kindern aus anderen deutschen Städten, die Mädchen und Jungen kamen etwa aus Hannover und Leipzig – sie reisten betreut Richtung Niederlande. Der erste Transport mit Berliner Kindern, meist aus jüdischen Waisenhäusern, verließ vom Anhalter Bahnhof aus am 1. Dezember 1938, also einen Tag später, die damalige Reichshauptstadt. Sie fuhren aber auch vom Schlesischen Bahnhof über Alexanderplatz, Friedrichstraße, Lehrter Bahnhof, Charlottenburg in die Fremde.“

November 30, 2017

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