Wohnungspolitik und Kleingärten in Deutschland bzw. Berlin.

Schrebergarten-Kolonien

Süddeutsche Zeitung vom 25. Juli 2018, 18:48 Uhr

Schrebergarten-Kolonien Laube, Liebe, Wahnsinn

 

900 000 Menschen in Deutschland besitzen einen Schrebergarten, fast neun Millionen ziehen jedes Jahr um. Was wiegt schwerer: Das Recht auf Wohnraum oder das Recht, am Wochenende Beete zu harken?

 

 

Kommentar JN:

Der Artikel ist nur im Bezahlabo abrufbar (es sei denn man wählt das Testabo)
Daher kann ich hier  nicht den Text einsetzen

Auf Wunsch kann ich selbigen per mail zuschicken

 

Übrigens: von Klimawandel und -katasrthophe ist von den Kleingartrenvernichtern keine Rede oder Einsicht

 

Mit sinnlosem Bauen,Bauen,Bauen werden wir und unsere Erde untergehen

Juli 29, 2018

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  • wirklich interessant aber auch nicht ganz konsistent der Artikel.

    Die 900.000 Laubenpieper dürften zum einen nur die im Kleingartenverband organisierten sein, dazu kämen z.B. Bahnlandwirte + Datschen und Freizeitanlagen aus DDR-Beständen etc. Zum anderen werden wohl nur die Pächter/Parzellen gezählt worden sein und nicht die Familie und Freunde die den Garten natürlich mit nutzt.
    somit werden aus 1% (=900.000) leicht mehr als 5%.

    Schon im Artikel selbst wird darauf hingewiesen, dass die Wartelisten lang seien, dass damit ein offensichtlicher Bedarf und Wunsch nach eigenem Grün in der Bevölkerung vorhanden ist, wird im Artikel nicht rückgeschlossen; lieber allgemeine Vereinsmeierei und Gemauschel unterstellt.

    Der Text führt an, dass die Schrebergärten eine Reaktion auf die zunehmende Bevölkerung und Verdichtung in den Städten im 20Jhd. gewesen sei, dies aber mit heutigen „wirklich modernen Stadtvierteln“ sich überlebt hätte. Dies ist zum einen eine Hypothese des Autors und zum anderen entsprechen -auch auf lange Sicht- nahezu 100% der Städte nicht den vermeintlich modernen, durchgrünten Bau- und Wohnformen, die der Autor als Ersatz anführt. Somit brauchen wir auch weiterhin, gerade bei steigender Bevölkerungsdichte in den Städten die privaten Grünflächen als Rückzugsräume.

    Mit der Argumentation „in der Stadt wohnen und einmal die Woche Freizeitbetätigung am Stadtrand“ kann man auch Theater, Opern, Museen in Frage stellen und statt auf die Museumsinsel ins Zentrum zu ziehen, diese an den Stadtrand verlegen. Des Gleichen die ganzen Sportplätze, Stadien und Schwimmbäder könnten konzentriert und wirtschaftlicher an den Rand der Stadt gebaut werden. Schlossparks mit ihrem insektenfreien, englischen Rasen könnten genauso bebaut werden, wenn die kulturelle Vielfalt in der Stadt keinen Wert hat. Man könnte ja auch Friedhöfe an den Stadtrand verlegen und die dadurch gewonnen Innenstadtflächen „modern“ bebauen. Wo die Toten liegen ist denen wahrscheinlich egal und einem Friedhofsbeet reicht die Wochenendpflege eher, als einem Nutzgarten.

    Meiner Meinung nach sollten lieber die vorhandene Bebauung verdichtet werden, z.B. durch ermöglichen von 2-geschossiger Aufstockung, Überbauung von Straßen, oder ganz schlicht dadurch, dass eine große Wohnung nicht für wohl situierte Päarchen als 2. Wohnung ausgelegt und vergeben wird.

    Einen schönen Sommer J.W.

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