Urban Gardening im Österreich-Park

Hier kann sich jeder etwas Essbares abpflücken  darunter  Tomaten, Paprika, Thymian, verschiedenen Sorten Basilikum und Erdbeeren. Die Gemüse- und Obstbeete im Österreich-Park an der Sömmeringstraße dienen nicht nur der Zierde. Hinweisschilder verkünden: „Hier darf geerntet werden!“. 2015 hatte sich Charlottenburg-Wilmersdorf das Ziel gesetzt, ein „Essbarer Bezirk“ zu werden. Damit war natürlich nicht gemeint, den Bezirk einem Riesenmonster zum Fraß vorzuwerfen, auch wenn der Begriff etwas danach klingt. Es geht um „Urban Gardening“, dem sich besonders Anwohner-Initiativen und Schulen widmen.

Der vor sechs Jahren eröffnete Österreich-Park neben der Sporthalle Charlottenburg beweist, dass dieses Konzept auch in einer öffentlichen Grünanlage funktioniert. „Wir bekommen sehr viel Lob von den Besuchern“, sagt Astrid Kunzack, die als Gärtnerin beim bezirklichen Grünflächenamt angestellt ist. An jedem Werktag arbeitet sie mit Kollegen im Park. Kunzack wuchs in der Nähe auf und wohnt heute in Westend. In ihrer langjährigen Tätigkeit als Bezirksgärtnerin war sie zunächst am Mierendorffplatz im Einsatz. Doch im Österreich-Park gefällt es ihr besser.

Die essbaren Pflanzen werden seit drei Jahren angebaut. Die Gewächse pflegt Kunzack mit viel Liebe, auch wenn die Idee nicht von ihr stammt, „sondern von meinem Amtsleiter“. Frustriert ist sie nur darüber, dass Kaninchen den „alpinen Steingarten“ in der Grünanlage zur Heimat erkoren haben und dort immer wieder Schäden verursachen. Zu den weiteren Attraktionen im Park, dessen Bau von österreichischen Tourismusorganisationen finanziert worden war, gehören eine Allee steirischer Apfelzierbäume, eine Blumenwiese und ein Rosengarten. Parkbänke wurden durch „Salzburger Almbänke“ ersetzt. Auch eine breite „Donauliege“ lädt zum Entspannen ein. Durch ein Fernrohr, das eigentlich eine Kunstinstallation ist, sieht man die Tiroler Alpen.

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Ehrenamtliche Grünpflege durch Bürgerschaftliches Engagement

 

Juli 27, 2019

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