»Luxus der Leere«. Welche Schönheiten und Versprechen bieten die Lücken und Brachen in und am Rande der Stadt? Was geht verloren, wenn der Raum zwischen Stadt und Land sich immer weiter füllt?

 
neue Gesellschaft für bildende Kunst
Die station urbaner kulturen / nGbK Hellersdorf lädt Sie herzlich ein:
Freitag, 31 Mai 2019, 19 Uhr: »Zwischen Stadt und Land«
Gespräch mit Nico Grunze, Wolfgang Kil und Marie Neumüllers
Die Stadtforscher_innen sprechen über den »Luxus der Leere«. Welche Schönheiten und Versprechen bieten die Lücken und Brachen in und am Rande der Stadt? Was geht verloren, wenn der Raum zwischen Stadt und Land sich immer weiter füllt?
station urbaner kulturen
Auerbacher Ring 41 (Eingang Kastanienboulevard)
12619 Berlin-Hellersdorf
Nähe U-Bhf. Cottbusser Platz 
Do + Sa. 15 – 19 Uhr
Tel. 0173 2009608
 
!Die Linie U5 ist bis 15.7. durch Ersatzbussen zwischen Wuhletal und Cottbusser Platz unterbrochen. Am besten 10 Minuten mehr einplanen!
Grünfläche „Place Internationale“ zwischen Maxie-Wander-Straße und U-Bhf. Cottbusser Platz. Foto: AG station urbaner kulturen 2019
Hintergrund: Ausstellung »Zeit der letzten Brachen« von Lars Preisser (bis 1.6.2019)
Lars Preisser filmte 2016/17 Brandmauern und brach liegende Grundstücke in Berlin. Sie haben eine besondere Bedeutung für ihn, als Kindheitserinnerung und signifikantes Merkmal der sich rasant ändernden Stadt. Er versteht sie als Denkmäler und sieht in ihnen ein Stück Wildnis abseits der geordneten Stadtflächen und Parks.

Die Leere der Brachfläche bietet eine Architektur, auf der keine Regeln zu herrschen scheinen und auf die jede_r Zutritt hat. Bis zu ihrer erneuten Bebauung scheint die Brache undefiniert und ohne eingeschriebene Funktion.

Die auf ausrangiertem 16mm-Filmmaterial gedrehten Sequenzen sind durch Lichteinfall bei bewusster Nutzung defekter Apparaturen zusätzlich angegriffen. Sie erinnern an Bilder des Krieges und der Nachkriegszeit, an Umbruch und Wende, an längst vergangene Zeiten einer ruinösen Stadt. Die beiden Teile Berlins sind sich in der Brache auffallend gleich. Vorbeifahrende Betonmischer erinnern an das Hier und Jetzt sowie die Vergänglichkeit poröser Schönheit.

Im letzten Herbst wurden sieben Filmstills von Lars Preisser vergrößert und als Sequenz in der U-Bahnstation Alexanderplatz ausgestellt (Wettbewerb: Kunst im Untergrund, nGbK). Nun bildet eine Installation seines filmischen Ausgangsmaterials den Auftakt für das Programm 2019 in Hellersdorf, das im Sommer auf der nahegelegenen großen Brachfläche stattfindet. Dort, wo einst Kitas und Schulen abgerissen wurden, wird dann im Grünen Cricket gespielt.

 
Mit freundlicher Unterstützung von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa – Kunst im Stadtraum und vom Amt für Weiterbildung und Kultur Marzahn-Hellersdorf