Fürchten Kleingärtner etwa den WestkreuzPark?

Was sind die eigentlichen Sorgen der Kleingärtner? „Warnungen“, Missstimmung, Informationsdefizite, Befürchtungen oder gar „Ängste“ sind keine guten Begleiter für einen offenen Dialog – und das gilt für alle Seiten! Ideensuche im ständigen kreativen Austausch – und so den anderen besser verstehen – sind da sicher ein erfolgversprechenderer Weg.

Heute ist ein Artikel „Im Westens Berlins“ erschienen, der bei mir einige Fragen und eine Sorge aufkommen lies: Unter der Überschrift „Kleingärtner fürchten den Westkreuz-Park“ werden einige Bedenken der Kleingärtner angesprochen, die sich auch in der Veranstaltung am 09. Mai d.J. zeigten. Noch gibt es dafür aus meiner Sicht aber keinen Grund zur Panik – die entsteht erst dann, wenn es dem Bezirk (der Politik), Umweltschützern und allen sonst noch zu diesem Projekt angetretenen Kräften (Landschafts-, Bau-, Immobilienplaner, Bahn AG usw.) nicht gelingt, das Projekt transparent und in enger Zusammenarbeit – nicht nur unter Beteiligung – der Bürger, Anrainer und Kleingärtner voran zu bringen. Denn: Mehr noch als den Park fürchten Letztere den Investor Gerome und den FDP-Sprecher Felix Recke, die sich beide für den Bau von bis zu 900 Wohnungen ausgesprochen haben.

Aktuell versichert die Politik in persona des Bezirksstadtrates Schruoffeneger, der WestkreuzPark! sei mit Kleingärten kompatibel und – so die (hier eine Korrektur zu o.g. Artikel) ehemalige (bis 14.02.2017) Grünen-Kreisvorsitzende Franziska Eichstädt-Bohlig: „Es wird nicht darum gehen, Gärten zu zerstören für andere Arten von Grün“.

DialogAber auch hier wird es noch heftige Debatten geben, was das alles im Konkreten bedeuten kann. Schließlich werden neben den Kleingärtnern, den Naturschutzverbänden, der BVV , dem Bezirksamt, Investoren, Städte- und Verkehrsplaner oder Anliegen, wie die Bahn AG, – auch die Anwohner*innen als Nutzer des zukünftigen WestkreuzPark! ein gewichtiges Wörtchen mitreden wollen. Dieser Dialog muss von einem ausgewogenen Interessenausgleich dominiert werden – nicht von Finanzierungsmöglichkeiten, Einsparungen, Kosten- oder Ertragsplanungen odgl.

Am Ende zählt nur eins: Der langfristige Nutzen für den Berliner und seine lebendige Stadt!

Die Auseinandersetzungen zur Erreichung dieses Zieles werden noch lang und nicht immer überaus freundlich sein. Dabei muss auf jeden Fall verhindert werden, dass irgend eine Seite einen Keil zwischen die Kleingärtner und die Parkfreund*innen treiben kann. Und da sage ich: „Wehret den Anfängen!“. Denn diese Sorge, des Einsatzes eines solchen, sich leider in den letzten Jahren in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung stark verbreitenden, sehr probaten Mittels, kam mir in Ansätzen während der Veranstaltung am 09. Mai. Hier sollten alle Seiten wachsam sein und zur Vermeidung von Missverständnissen immer wieder nachfragen und ständig im Dialog bleiben.

Kompromisse wird es geben müssen. Doch keiner darf als „Verlierer“ aus der „Ex-Brache“ nach Hause gehen.

Wir werden mit dieser Webseite versuchen, dazu einen hilfreichen Beitrag zu leisten.

Mai 13, 2017

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