Entwicklungen im WestkreuzPark!

In der Sonntagssendung der Berliner Abendschau vom 09. Mai 2021 berichtete Ulli Zelle über den aktuellen Stand im Streit um den WestkreuzPark!

Das Interesse der Bürger, die politischen Absichten des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf sowie des Landes Berlin stehen im Widerspuch zu den finanziellen Interessen der Deutsche Bahn AG und einiger in der Zwischenzeit mit teils skurrilem Vorgehend beteiligter Investoren.

Quelle: rbb-Abendschau vom 09. Mai 2021                             [Ausfall]

Leider werden nun nicht mehr die berechtigten Interessen der Bürger den Ausschlag für eine Entscheidung geben, sondern die Gerichte.

Es ist eine Schande, in welche Lage uns die beteiligten Akteure damit gebracht haben!

Henrik Wähnert kommentiert dazu auf der Webseite der Gruppe10 (für 2021) wie folgt [Übernahme]:

Der Bodenrichtwert für Bauland liegt im Umfeld gerade bei 6500.- EUR pro Quadratmeter (vgl. BORIS Berlin). Wenn die privaten Investoren Christian Gérôme oder Uwe Glien (bzw. Christian Köhler, Räusch Entwicklungsgesellschaft mbH) die Brache nicht zum Spottpreis von rund 100.- EUR pro Quadratmeter von der Bahn kaufen können, dann soll sie auch kein anderer bekommen. Vor allem nicht das Land Berlin zum gleichen Preis über das Vorkaufsrecht. Der Erlös für die Bahn bliebe der gleiche. Das wertvolle Filetstück stellt sie allerdings nur für einen privaten Investor von Bahnbetriebszwecken frei – nicht aber für das Land Berlin. Was ist da los, Herr Verkehrsminister Scheuer? Wer verdient bei diesem Deal bitte alles mit, wenn die billige Bahnfläche in hochpreisiges Bauland umgewandelt wird? Sollen hier tatsächlich hochwertige bundeseigene Flächen an privat verramscht und zur Cashcow für einen kleinen Kreis auserwählter Privatanleger werden? Warum ist hier landeseigener Wohnungsbau kein Thema, wenn es doch um den so dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum für Berlin geht?
Sozialer Wohnungsbau? Ein Investor errichtet sozialen Wohnraum nicht aus Nächstenliebe, sondern ist durch das „Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung“ gerade dazu verpflichtet, sofern es nicht trickreich umgangen werden kann (z.B. Kolonie Oeynhausen). Im Gegenzug dafür gibt es reichlich Fördergelder. Nach 20 Jahren Laufzeit gehen die Wohnungen dann wieder zurück auf den freien Markt und können beispielsweise in Eigentum umgewandelt werden.

Quelle: Aktuelle Meldungen 2021, Gruppe10-Webseite
Mai 11, 2021

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